Seebrücken

30. August 2020
Im Rahmen des europaweiten Aktionstags der SEEBRÜCKEN Bewegung fanden am 23.05.2020 etliche Aktionen in Schleswig-Holstein statt. Der Aktionstag war der Startschuss für die Kampagne “Schleswig-Holstein muss handeln! Landesaufnahmeprogramm JETZT”
In ganz Schleswig-Holstein beteiligten sich Menschen an landesweiten Aktionen zur sofortigen Beendigung der humanitären Krise an den EU-Außengrenzen. Dazu hatten die SEEBRÜCKEN Schleswig-Holstein gemeinsam mit einem breiten Bündnis aus über 50 Organisationen aufgerufen.
In Kiel und Lübeck fanden angemeldete Kundgebungen in Form von Menschenketten mit über 300 und 150 Teilnehmenden statt. In Flensburg kam es zu einer Versammlung an der Hafenspitze, außerdem wurden drei Seebrücken-Flaggen vor dem Rathaus gehisst. In weiteren Orten fanden kleinere Aktionen statt, z.B. in Pinneberg, Wedel, Elmshorn, Kummerfeld, Husum, Kronshagen, Schleswig und Eckernförde.
Der Schleswiger Bischof Gothart Magaard hat seine Solidarität durch ein Foto bekräftigt, bei dem er ein Plakat am Gemeindehaus anbringt: “Nächstenliebe kennt keine Grenzen #LeaveNoOneBehind”.
Leni Hintze von den SEEBRÜCKEN S-H: “Es ist ermutigend, dass sich heute so viele für die Menschen in den Lagern der EU-Außengrenzen stark gemacht haben. Jetzt muss auf politischer Ebene gehandelt werden. Wir brauchen dringend Landesaufnahmeprogramme und die Solidarität der Bundesländer untereinander, wenn schon die Bundesregierung nicht handelt. Wir erwarten von unserer Landesregierung, dass sie ein Landesaufnahmeprogramm beschließt und somit aktiv Verantwortung übernimmt!”
Nele Johannsen von der Grünen Jugend S-H: “Wir schließen uns als Grüne Jugend dem Aktionstag der Seebrücke an, denn für ein Land mit Kapazitäten wie Deutschland ist die Bereitschaft der Bundesregierung zur Aufnahme von Menschen in Not absolut unzureichend. Es ist an der Zeit, dass in Schleswig-Holstein noch mehr Kommunen und Städte dem Vorbild von Kiel, Lübeck und 13 weiteren Kreisen folgen, sich zum sicheren Hafen erklären und das Land Verantwortung übernimmt! Kein Mensch ist illegal! ”
Karen Schueler-Albrecht von der Diakonie Migration e.V.: „Wir dürfen die Augen nicht vor der Not in Griechenland verschließen. Es geht hier um Menschen! Jeder Mensch hat das gleiche Recht auf ein menschenwürdiges Leben.“
Der nächste Schritt der Kampagne ist das Social Action Tool, über das persönliche Mails an Abgeordnete des Landtages Schleswig-Holstein verschickt werden können. Auch hier liegt der Fokus wieder darauf, dass die Lager auf den griechischen Inseln evakuiert werden.
Über diesen Link gelangen Sie zum Mail-Tool: https://action.leavenoonebehind2020.org/!/AT4N/,
Nachfolgend finden Sie den gemeinsamen Aufruf, indem das Bündnis fordert, dass Schleswig-Holstein ein Landesaufnahmeprogramm für geflüchtete Menschen aus griechischen Lagern beschließen soll.
Die SEEBRÜKEN Schleswig-Holstein setzen sich für die zivile Seenotrettung, für sichere Fluchtwege und für die dauerhafte Aufnahme von geflüchteten Menschen in Deutschland ein.
Kontakt:
Schleswig-holstein@seebruecke.org